Körper, Bewegung und Gesundheit
Kinder sollen in den ersten Jahren ihres Lebens vielfältige „Bewegungserfahrungen“ in der sie
umgebenden Welt machen und sie für sich „ordnen“, um damit experimentieren zu können.
Ihr Kind darf bei mir einen gesunden Umgang mit seinem Körper und ein positives „Selbst“ (-
bild) entwickeln. Daher ist es mir ein großes Anliegen, das Kind zu bestärken und zu motivieren.
Meine Schützlinge haben die Möglichkeit, die eigenen Grenzen (und auch ihre Möglichkeiten) –
von mir begleitet – zu erkennen. Zum Beispiel über einen Gegenstand aus Holz zu balancieren.
Ich bin immer da, falls das Kind Hilfe braucht. Ihr Kind darf jedoch, wenn es möchte, alleine
Dinge versuchen. Sollte es fallen, bin ich natürlich da, um Verletzungen zu vermeiden.
Ich verbringe mit den Kindern viel Zeit im Freien, weil ich das Spielen in der Natur für die
Entwicklung von Kindern sehr wichtig finde.
Dabei folge ich dem Motto:
Es gibt kein Schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!
Ich verfüge über ein großes Trampolin im Außenbereich, Röhren zum „durchkrabbeln“, Bälle
aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Größen, eine sog. Picklerrutsche und viele
Dinge mehr. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, dem ich jeden Tag aufs Neue
gerecht werde. Ich möchte sicherstellen, dass sich Ihr Kind auspowern kann, wenn es das
möchte. Ich nehme natürlich auch Rücksicht auf ruhigere Kinder. Jedes Kind soll sich in meiner
Kindertagespflege so bewegen, wie er/sie das möchte - und im Rahmen der jeweiligen
Möglichkeiten.
Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich zwar rauche, während der Betreuungszeit jedoch zum
Wohl der Kinder keine Zigaretten rauchen werde.
Ernährung und Hygiene
Zum Bereich der Gesundheit gehört für mich ganz selbstverständlich eine kindgerechte,
abwechslungs- und vitaminreiche Ernährung.
Das Essen bereite ich täglich frisch zu: Es gibt viel Gemüse (auch als Rohkost) und frisches Obst.
Beides ernten wir, so oft es geht, aus dem eigenen Garten. Saisonal zu kochen ist mir sehr
wichtig. Fleisch koche ich eher selten, Schwein aus dem eigenen Stall und Hühnchen vom
Metzger. Natürlich werde ich hierbei eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -
Allergien genauso berücksichtigen, wie religiöse Besonderheiten und aktuelle (Umwelt-)
Entwicklungen. Ich bin gerne bereit gegebenenfalls Nahrungsmittel vom Speiseplan
auszuschließen. Zu trinken bekommen die Kinder, je nach Wunsch, Wasser oder ungesüßten
Tee.
Auch im Bereich der Hygiene werden die Kinder von mir angeleitet und unterstützt: So ist das
Händewaschen ebenso Bestandteil des Tagesablaufs, wie das Zähneputzen, das Waschen des
Gesichts und das regelmäßige Wechseln der Windeln. Bei der „Hygieneerziehung“ richte ich
mich in Absprache mit den Eltern nach dem individuellen Tempo der Kinder.
Soziale und kulturelle Umwelt
Ihr Kind lernt in meiner Kindertagespflege, ein Teil des Ganzen zu sein. Jeder Mensch hat in
einer Gruppe seine Rolle, seinen Part, der er übernimmt. Damit geht einher, dass bei jeder
Eingewöhnung, bei jedem Abschied, „die Karten“ in der Gruppe neu verteilt werden und alle
Mitglieder der Gruppe aufs Neue lernen, ihren Platz zu finden.
jedes Kind lernt, ein anderes Kind mit seinen Stärken und Schwächen hinzunehmen. Gleichzeitig
lebe ich als Vertrauensperson der Gruppe vor, wie wichtig es ist, jeden und jede zu akzeptieren,
so wie er ist. Genauso wichtig ist es, sich persönlich weiter zu entwickeln. Das gilt für mich als
Kindertagespflegeperson und auch für jedes einzelne Kind.
Wir lernen alle von und mit einander. Umso wichtiger sehe ich meine Rolle als Vorbild: das
Vorleben, dass jeder / jede perfekt ist, so wie er oder sie ist.
Um den Kindern Halt und einen sicheren Rahmen zu bieten, gibt es für alle klare Regeln, eine
feste Struktur im Tagesablauf sowie logische Konsequenzen in Bezug auf das eigene Handeln.
Bei der Kindererziehung ist es mir wichtig, Möglichkeiten zum Selbstständigkeitserwerb zu
geben wie z.B. sich selbst an- und auszuziehen, selbstständig zu essen und zu trinken,
selbstständig die vorbereitete Umgebung wieder aufzuräumen, selbstständig zu spielen und zu
gestalten, sowie selbstständig viele andere Erfahrungen machen zu können.
Selbstständig bedeutet in dem Fall aber nicht „alleine“! Ich unterstütze und begleite die Kinder
selbstverständlich bei all ihrem Tun und Handeln. Hier dürfen die Kinder sich und ihre Kleidung
auch mal dreckig machen, ggf. hinfallen (und wieder aufstehen ) und sich an ihre Grenzen
wagen. Kinder die fallen dürfen, lernen mit der Zeit so zu fallen, dass sie sich nicht wirklich
verletzen und sie können ihre körperlichen Fähigkeiten viel besser einschätzen.
Ich sehe und erkenne jedes Kind als eigenes Individuum an. Die Kinder lernen in der
Gemeinschaft der Gruppe den richtigen Umgang mit Konflikten. Sie lernen auch, Kompromisse
zu schließen und Lösungen zu finden. Außerdem lernen sie, zu Teilen, das Eigentum anderer zu
achten und sich gegenseitiges zu helfen. All das sind große Lernerfolge. Kinder können dabei
feststellen, dass sie selbst für ihr Handeln verantwortlich sind und dass sie ihr Verhalten
gegenüber anderen kontrollieren können. Das bedeutet für mich, mich weitgehend aus dem
Spiel der Kinder herauszuhalten, die entstehenden Konflikte zu beobachten, aber nicht
zwingend einzugreifen. Es ist erstaunlich, wie Kinder Ihre Konflikte eigenständig lösen können,
wenn sie den Raum dazu bekommen. Ich stelle mich den Kindern beratend zur Seite. „Frag doch
das andere Kind, ob du das Spielzeug als nächstes benutzen darfst“: Dieser Satz hat eine sehr
große Wirkung und die Kinder sind stolz, wenn sie ein Problem eigenständig lösen können.
Kommunikation
Kinder, die ihren Tag in einer Gruppe von gleichaltrigen Kindern verbringen, lernen automatisch
deren Sprache. Es ist okay, „falsche“ Wörter von anderen Kindern zu lernen. Durch „korrektes
Feedback“ meinerseits erlangen die Kinder zunehmend grammatische Sicherheit.
Durch das Erklären von Arbeitsschritten und dem Tagesablauf, lernen die Kinder spielerisch und
nebenher die korrekte Grammatik und erweitern ihren Wortschatz. Ich erzähle den Kindern
immer, was ich grade mache, und frage auch nach, was sie gerade tun. Ich unterstütze das
jeweilige Kind beim Formulieren, wenn es das gewünschte Wort grade nicht findet.
Auch das Erlernen von Höflichkeiten wie die Worte „Bitte“ und „Danke“ und das
Streitschlichten gehört für mich zur Sprachförderung.
Selbstverständlich stehen den Kindern zahlreiche Sach- und Bilderbücher zu allen erdenklichen
Themen zur Verfügung, die sie alleine ansehen oder mit mir gemeinsam lesen können. Auch das
Nachfragen nach unbekannten Wörtern beim Vorlesen hilft bei der Erweiterung des
Wortschatzes.
Es gibt ein Regal, indem sich die Kinder jederzeit selbst an Büchern bedienen können.
Weiter gibt es Bücher, die außerhalb Reichweite der Kinder deponiert sind. Diese sind dazu
gedacht, sie mit mir zusammen anzuschauen und zu lesen.
Kreativität und Ästhetik
Ich bastle sehr gerne, und verfüge über eine große Sammlung an Bastelartikeln. Wir kleben mit
verschiedensten Materialien, lernen den sicheren Umgang mit der Schere und malen auch
gerne Bilder. Hand und Fuß-Malereien machen sehr viel Spaß und die Kinder lieben es. Je nach
Alter und Fähigkeiten dürfen die Kindern einzeln oder in Gruppen von mir begleitet etwas
erschaffen. Manchmal haben die Kinder eigene Ideen, manchmal stelle ich Ihnen ein Angebot
zur Verfügung. Erfahrungsgemäß mögen die Kinder auch Ausmalbilder sehr gerne, weshalb ich
über eine große Auswahl verfüge.
Musik und Tanz
Ich liebe es, Geräusche zu machen und zu singen. Das darf schön schräg sein - oder
auch zum Beispiel im Kreis sitzend und geordnet. Wir tanzen manchmal wild herum und
machen Krach; ich bringe den Kindern aber auch Lieder bei.
Wir hören über „Youtube“ neben anderen Aktivitäten Musik oder singen zu Kinderlieder über
die „Toniebox“. Wir singen „Wetterlieder“ (zu Regen, Nebel, Sonne, Schnee, etc.) oft einfach
nebenher. Wir machen aber auch Musik mit Instrumenten. Dabei ist die Blockflöte ist hoch im
Kurs! Es ist wirklich spannend, wie schnell die Kinder lernen, dass sich beim Abdecken der
Löcher die Töne verändern. Wir schlagen immer wieder auch mit verschiedenen Gegenständen
auf umgedrehte Eimer und lauschen, wie sich der Ton verändert.
Fingerspiele und Schossreiter sind immer ein Renner. Ich erweitere mein Wissen hierzu online
und lerne so immer wieder neue Fingerspiele dazu, die ich den Kindern liebend gerne beibringe.
Naturwissenschaftlich-technische Grunderfahrungen und Umwelt
Nicht nur beim Bau eines Tunnels oder beim Stauen von Wasser, sondern auch bei der
Fütterung von Tieren und beim Säen und Versorgen von Pflanzen, lassen sich viele Erfahrungen
sammeln. In kleinen Schritten lernen Kinder dabei auch, Verantwortung zu übernehmen.
Wir werden uns täglich gemeinsam um meine Hennen kümmern. Die Kinder dürfen in den Stall,
die Hühner füttern und Eier aus dem Stall holen. Die Hühner haben dabei jederzeit die
Möglichkeit, zu „flüchten“ und sich in den Außenbereich zu begeben, sollte es zu aufregend für
sie sein. Den Außenbereich dürfen die Kinder in Begleitung von mir betreten, die Hühner
streicheln und ihnen Wasser geben.
Im Gemüsegarten haben die Kinder die Möglichkeit, Gemüse auszusäen. Wir werden
gemeinsam den Boden bearbeiten, säen, pflegen und ernten.